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Weibliche Ikonen - Königliche Porzellan-Manufaktur

News & Stories — 31. January 2022
Ein Portrait zweier Frauen aus der Designgeschichte: Trude Petri und Maguerite Friedlaender. Ihr Erfolg ist das reinweiße und dekorlose Porzellan für die Königliche Porzellan Manufaktur. Parallel zu Friedländers ikonischer Vaseserie HALLE, entwarf Petri das Geschirr URBINO.
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marguerite friedländer

marguerite friedländer

Die Arbeit der BAUHAUS-Schülerin Marguerite Friedlaender katapultierte die KPM in die Gegenwart – und sorgte für eine Kehrtwende in der deutschen Porzellangeschichte.

Marguerite Friedlaender wurde 1896 in Lyon geboren und starb 1985 in Kalifornien.
Nach dem Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst in Berlin trat Marguerite Friedlaender 1919 in das Staatliche Bauhaus Weimar ein. 1929 wurde sie Leiterin der Keramikwerkstatt der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale. Handwerk und Kunst sollten – ganz im Sinne des Bauhaus – miteinander verschmelzen und seriell produzierbar sein. Gleichzeitig begann die Kooperation mit der KPM.
Im Rahmen dieser Zusammenarbeit entstanden zahlreiche Entwürfe für Gebrauchsporzellan, die später in Berlin umgesetzt wurden.
1929 gestaltete die Keramikerin das Mokkaservice der Form HALLE. Das Service ist durch seine sachliche und klare Formgebung geprägt. Die zylindrische Form der Kanne folgt dem Gestaltungsideal der Neuen Sachlichkeit. 1931 entwickelte Marguerite Friedlaender die Vasengruppe HALLE, in der keramisch handwerklichen Tradition des BAUHAUSes.

90 Jahre urbino

Vasen Halle von M. Friedlaender

Vasen Halle von M. Friedlaender

Porzellanvase HALLE im MoMA zu sehen, bei FORMOST zu kaufen.

Lars, der als Designer den Umgang mit Formen von der Pike auf kennt und u.a. unseren FORMOST Auftritt verantwortet, schätzt den zeitlosen sowohl künsterlisch als auch technisch herausragenden Entwurf von Marguerite Friedlaender. Durch ihre künstlerische Begabung hatte die Bauhaus-Keramikerin einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung einer deutschen „Avantgarde für den Alltag“. Mit ihren Arbeiten an der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein für die KPM Berlin schuf sie echte Designklassiker. Zu ihnen gehören die sieben HALLE Vasen, die sie 1931 für die KPM Berlin entwarf. Die Vase HALLE 3, mit einer Höhe von 30 cm die größte von ihnen, wurde in die ständige Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen.

Einzeln, wie in der Gruppe, mit Blumen oder ohne eine Augenweide schlichter Eleganz!

trude petri

trude petri

Trude Petri kam erstmals im Jahr 1928 zur Manufaktur und fertigte in kurzer Zeit verschiedene Entwürfe für die KPM

Trude Petri galt als begabteste Mitarbeiterin der eigenen Gestaltungsabteilung der KPM und schuf einige Klassiker, die bis heute begeistern.

Sie begann 1925 eine Ausbildung zur Töpferin an der Hamburger Schule für Freie und Angewandte Kunst. Ab 1928 arbeitete sie zunächst als freie Mitarbeiterin für die Staatliche Porzellan-Manufaktur Berlin und wurde ein Jahr später als Gestalterin angestellt. 1937 gewann die Bildhauerin, Malerin und Designerin für ihr Tafelservice URBINO den Grand Prix bei der Weltausstellung in Paris. Nach ihrer Übersiedlung nach Chicago in den USA fertigte sie weiterhin regelmäßig Entwürfe für die KPM. Für KPM gestaltete Petri 1931 das Tafelservice URBINO, das auf Kreis- und Kugelformen basiert. Die Funktionalität des Services wird vor allem in der Deckelschüssel deutlich: der Deckel kann auch als Schale genutzt werden. 1948 entwarf sie die Vase BECHERFORM. Die schlichte Vasenform besticht durch die Synthese von Form und Funktionalität.
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