alma siedhoff – buscher

Kurt Naef ist es zu verdanken, dass wir heute einige Bauhausentwürfe als Serienprodukte in feinster Ausführungsqualität in den Händen halten können. Mit dem Bauhausschach, dem Hampelmann, dem Farbmischer und dem Bauspiel aus dem Bauhaus Dessau, die den Schweizer Spielzeugmacher begeistert haben, schließt er die Lücke zwischen Fröbel und dem Design für Kinder, welches niemand anderes als Kurt Naef Ende des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt hat.
Alma Siedhoff-Buscher kam 1922 an das Bauhaus, nachdem sie in Berlin bereits an verschiedenen Kunst- und Kunstgewerbeschulen ihre Ausbildung begonnen hatte. Nach dem Abschluss des Vorkurses wurde sie - wie üblicherweise - der Weberei zugeteilt. Bereits nach kurzer Zeit stellte Alma Siedhoff-Buscher einen Antrag auf Wechsel in die Holzbildhauerei, der genehmigt wurde. Für die erste große Bauhaus-Ausstellung 1923 entwarf Alma Siedhoff Buscher für das Muste rhaus Am Horn die gesamte Kinderzimmer-Einrichtung und konnte in diesem Zusammenhang auch die von ihr entwickelten Spiele wie das Schiffsbauspiel präsentieren. Weitere Spiele wie das Bützelspiel, die Wurfpuppen oder Bastelbögen wurden in den folgenden Jahren von ihr entwickelt. Die Re-Edition des Bauhaus Bauspiels wird seit 1977 wieder produziert und ist ein Hingucker in jedem Kinderzimmer. Alma Siedhoff-Buscher stirbt am 25. September 1944 in Buchschlag bei einem Bombenanbgriff.
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